Kundencase
Schäfers Backstube

Projektkern

Seit 2020 entwickeln wir Schäfers Backstube Schritt für Schritt von einer funktionalen Recruiting-Kommunikation zu einer klar positionierten Marke. Mit einem humorvollen Stil, hoher Wiedererkennbarkeit und einem Auftritt, der heute regional bindet, differenziert und maßgeblich zum Wachstum der letzten Jahre beiträgt.

Prämierungen

Schäfers Recruitingkampagne aus dem Jahr 2024

Schäfers Backstube kam 2020 mit einem akuten Recruiting-Thema auf uns zu. Bewerbungen blieben aus, klassische Maßnahmen griffen kaum noch. Daraus entstand über Jahre keine lose Abfolge einzelner Maßnahmen, sondern ein zusammenhängender Markenaufbau: von der Karriere-Landingpage über die Website und Produktkommunikation bis hin zu Social-Media, Standortkommunikation und regionalen Imagekampagnen.

"Manche Projekte beginnen mit einer Kampagne und enden nach dem Launch.
Dieses nicht."

Schäfers Imagekampagne aus dem Jahr 2024

Das Ergebnis ist heute nicht einfach „bessere Werbung“, sondern eine Marke, die in Chemnitz und Umgebung sichtbar gewachsen ist, emotional bindet und kommunikativ ein eigenes Profil entwickelt hat. 

Genau das passt auch zur strategischen Schärfung der Marke: Schäfers steht für ehrliches Handwerk, Humor, Herzlichkeit, regionale Verwurzelung und ein Einkaufserlebnis, das mehr sein will als reine Versorgung.

Schäfers Imagekampagne aus dem Jahr 2026

Geschmacks­richtung: Gutes Gefühl

Ausgangslage

2020 war der konkrete Auslöser der Zusammenarbeit der Fachkräftemangel. Vor allem bei Bäcker:innen und Verkaufspersonal gab es kaum noch relevante Bewerbungen. Maßnahmen, die früher funktioniert hatten, etwa Print-Anzeigen oder klassische Hinweise in den Filialen, brachten nicht mehr die gewünschte Wirkung.

Schnell wurde aber klar: Das eigentliche Problem liegt tiefer.
Marke und Kommunikation blieben deutlich hinter dem tatsächlichen Markenerlebnis zurück. Die Qualität der Produkte, die familiäre Haltung, die gewachsene Unternehmenskultur und die hohe Zufriedenheit im Team waren da – nach außen wurden sie aber nicht sichtbar.

Das eigentliche Potenzial von Schäfers liegt: in konsequenter Produktqualität, einem eigenständigen Kommunikationsstil, echter regionaler Verankerung und einer ganzheitlichen Markenerfahrung, die über das Produkt hinausgeht.

Genau diese Stärken waren vorhanden, mussten aber sichtbar gemacht werden.

Ziel

Ziel war nie nur, kurzfristig Stellen zu besetzen.

Am Anfang ging es zwar hauptsächlich darum, Recruiting wieder wirksam zu machen. Sehr schnell wurde daraus jedoch eine größere strategische Aufgabe: Schäfers sollte als Marke so sichtbar werden, wie das Unternehmen im Kern längst war: Hochwertig, herzlich, humorvoll, handwerklich glaubwürdig und regional relevant.

Im Kern ging es also um drei Dinge:

Später wurde genau dieser Anspruch strategisch zugespitzt: Schäfers will nicht nur Backwaren verkaufen, sondern Genuss, Gemeinschaft und das richtige Gefühl vermitteln.

In der Markenlogik heißt das: gutes Handwerk allein reicht nicht, wenn das Gefühl nicht stimmt.

Vorgehen

Wir haben dieses Projekt nie als isolierten Kampagnenauftrag behandelt. Stattdessen entstand Schritt für Schritt ein Kommunikationssystem, in dem die einzelnen Maßnahmen aufeinander einzahlen.

Wichtig war dabei: Es gab kein klassisches Rebranding mit neuem Logo. Der Wandel entstand nach und nach über Design, Farben, Typografie, Bildwelt, Tonalität, Headline-Mechaniken und Inszenierung. So wurde aus einer eher funktionalen Kommunikation eine Markenwelt mit klar erkennbarem Stil.

Inhaltlich war der Weg ebenfalls klar: erst ein konkretes Problem lösen, dann die tieferen Hebel freilegen und die Marke in mehreren Bereichen konsistent weiterentwickeln.

Umsetzung

Recruiting-Kampagnen

Der Einstieg war 2019 mit back-es-an.de (heute integriert in die aktuelle Website) als fokussierter Karriere-Landingpage und der ersten Recruiting-Kampagne. Schäfers hatte damals keine zeitgemäße Karrierekommunikation. Also entwickelten wir eine digitale Einstiegsfläche, hochwertige Foto- und Videoinhalte sowie eine Tonalität, die bis heute trägt.

Der Unterschied lag vor allem in der Sprache. Statt generischer Recruiting-Floskeln entstanden Wortspiele aus dem Backhandwerk wie „Teig es uns“, „Back es an“ oder „Mehl uns deine Bewerbung“. Damit wurde die Arbeitgeberkommunikation sofort eigenständig, sympathisch und merkfähig.

Ausgespielt wurde zunächst über Meta Ads, später ergänzt um SEA und Out-of-Home-Maßnahmen wie Citylights. Die Grundidee blieb über die Jahre bewusst konsistent, weil sie funktionierte.

Schäfers Backstube Back es an Citylight
Schäfers Backstube Mehl uns
Schäfers Backstube Teig es uns

Website

2020 erhielt die Website auf Basis des neuen Markenbildes einen umfassenden Relaunch. Seitdem wird sie kontinuierlich weiterentwickelt mit besonderem Fokus auf Benutzerfreundlichkeit, modernes Design und zukunftsfähige Technik

Strategisch sollte die Website vor allem Appetit machen. Marke und Image standen an erster Stelle, danach kamen Produktinszenierung, Standortorientierung und die transparente Darstellung von Produkten und Inhaltsstoffen. Karriere wurde später stärker integriert.

Damit wurde die Website zur digitalen Basis der Marke: nicht nur informativ, sondern appetitlich, strukturierend und markenbildend.

Produkt­kommunikation

Parallel dazu haben wir die Produktkommunikation grundlegend weiterentwickelt: Weg von reiner Abbildung, hin zu markentypischer Inszenierung.

Produkte wurden in passenden Settings fotografiert, emotional aufgeladen und mit humorvollen oder liebevollen Headlines versehen. Aus Sortimentskommunikation wurde Markenkommunikation. Typische Beispiele sind das „Angebrot des Monats“ oder Headlines wie „Mohnet & Mohna-Lisa. – Unsere Mohnschnecke.“.

Diese Art von Kommunikation zahlt direkt auf das ein, was die Strategie später als Kernkompetenz benennt: ein eigenständiger Kommunikationsstil, der humorvoll, nahbar und im Markt klar differenzierend ist.

Standort­kommunikation und Herzstück

Mit dem Wachstum von Schäfers wurde auch die Kommunikation rund um Standorte wichtiger: Displays, Speisekarten, Werbeplakate, Eventbewerbung, Öffnungs- und Schließzeiten sowie die Pflege von Informationen auf Google und der Website.

Ein besonderer Teil davon war das Herzstück. Es ist keine eigenständige Café-Marke, sondern eine Submarke und zugleich das Herz des Unternehmens: Produktion, Verwaltung, Werksverkauf, Café, Gastro und Erlebnis an einem Ort. Der Neubau war der infrastrukturelle Startschuss für weiteres Wachstum. Gleichzeitig entstand ein in der Region ungewöhnliches Konzept, das Handwerk, Genuss und Aufenthaltsqualität zusammenbringt.

Die eigene Landingpage für das Herzstück folgte derselben Logik wie beim Recruiting: ein Thema spitz in den Markt kommunizieren, ohne den Markenkern von Schäfers zu verwässern.

Social Media

Seit 2020 betreuen wir auch die Social-Media-Kommunikation auf Instagram und Facebook.
Am Anfang lag der Schwerpunkt stärker auf Produktmotiven, Werbeinhalten und Öffnungszeiten. Mit der Zeit verschob sich die Logik deutlich. Klassische Produkt- und Infoinhalte wanderten stärker in Stories, während der Feed zunehmend von Reels, Videocontent und Einblicken hinter die Kulissen geprägt wurde.

Heute zeigt Schäfers vor allem Menschen, Abläufe, Trends und echten Alltag aus der Backstube. Eine wichtige Rolle spielt dabei Maik, der Sohn des Inhabers, der wiederkehrend als Brandface vor der Kamera steht. So wurde aus Social Media ein echter Markenzugang statt nur ein Kanal für Hinweise.

Imagekampagne 2024

Ein besonderer Meilenstein war die erste große Imagekampagne im Herbst 2024.

Schon der Schritt an sich war ungewöhnlich: Eine lokale Bäckerei investiert bewusst Mediabudget in Reichweite und Image statt nur in Angebotskommunikation. In der Kampagne wurden Backwaren mit Wahrzeichen der Stadt Chemnitz verbunden. Ziel war es, zu zeigen, dass auch das Bäckerhandwerk Teil der kulturellen Identität der Stadt ist. Ausgespielt wurde die Kampagne auf Citylights, Großflächen und digital.

KPI's der Kampagne

Innerhalb von 3 Wochen erzielten wir damit eine Gesamtreichweite von fast einer halben Million.

erreichte Personen – Offline
> 0
erreichte Personen – Online
> 0

Umsatzentwicklung

Im Kampagnenzeitraum im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres: +7%
Zeitraum nach der Kampagne im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres: +8,4 %

Mit der laufenden Imagekampagne ab März 2026 wird diese Richtung weitergedacht: Produkte und Backwarentüten werden als Protagonisten im Alltag der Menschen inszeniert. Die Klammer: „Immer dabei.“

Imagekampagne 2026

Mit der laufenden Imagekampagne ab März 2026 wird diese Richtung weitergedacht: Produkte und Backwarentüten werden als Protagonisten im Alltag der Menschen inszeniert. Die Klammer: „Immer dabei.“

Wirkung & Ergebnis

Die Zusammenarbeit hat bei Schäfers nicht nur einzelne Maßnahmen verbessert, sondern die Wahrnehmung der gesamten Marke verändert.

Heute ist Schäfers regional deutlich sichtbarer, hat eine eigenständige kommunikative Handschrift, bindet Kundinnen und Kunden emotional und ist als Arbeitgebermarke so stark geworden, dass das Unternehmen nach eigener Aussage nicht mehr vom Fachkräftemangel betroffen ist.

Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den strategischen Unterlagen: Schäfers wird dort als beliebte, klar differenzierte Marke beschrieben, die Humor, Familiengefühl, Einkaufserlebnis, Innovation und regionale Verwurzelung verbindet. Die Kommunikation gilt inzwischen selbst als Aushängeschild, das von kleineren Marktteilnehmern eher kopiert als erreicht wird.

Proof

Umsatz- & Mitarbeitenden-Entwicklung

Der Mut-Moment

"Der Mut in diesem Projekt lag nicht in einer lauten Einmalidee, sondern im konsequenten Dranbleiben."

Eine regionale Bäckerei investiert über Jahre hinweg Zeit, Vertrauen und Budget in die Entwicklung der eigenen Marke, obwohl der bequemere Weg gewesen wäre, nur punktuell Stellen zu bewerben oder einzelne Werbemaßnahmen aufzusetzen. Genau dieser Mut passt sehr präzise zu dem, wofür DSCHOY selbst steht: Mut ist nicht Lautstärke, sondern Klarheit, Entscheidung und Verantwortung.

Auf Kundenseite bedeutete das, gewohnte Kommunikationsmuster loszulassen und immer wieder den nächsten Entwicklungsschritt zuzulassen. Auf unserer Seite bedeutete es, nicht beim ersten Erfolg aufzuhören, sondern aus Recruiting, Website, Produktwelt, Social Media und Kampagnen eine konsistente Markenwelt zu bauen.

Genau deshalb ist Schäfers für uns ein Prestige-Projekt: weil es zeigt, was entsteht, wenn Marke nicht als Maßnahme, sondern als langfristige Entscheidung verstanden wird.

Insights

Dieses Projekt beweist, dass nachhaltiger Markenaufbau gerade im regionalen Mittelstand enorme Wirkung entfalten kann.

Nicht die einzelne Kampagne hat Schäfers dorthin gebracht, sondern die Summe vieler sauber aufeinander abgestimmter Schritte. Heute würde an diesem Projekt niemand mehr zurückwollen zu einer rein funktionalen Kommunikation ohne Haltung, Humor und Wiedererkennung.

Key Insight:
Wenn Marke, Produkte, Menschen und Kanäle konsequent zusammen gedacht werden, entsteht aus Sichtbarkeit Bindung. Und aus Bindung wird Wachstum.

Fazit

Schäfers Backstube ist heute mehr als eine Bäckerei.

Die Marke ist regional sichtbar, eigenständig, nahbar und emotional verankert.

Oder einfacher gesagt: Aus einem Recruiting-Anlass wurde eine Local Love-Brand.